Tanzstile


Salsa - Eine Definition

Salsa bedeutet auf Deutsch ''Sauce'' und beinhaltet diverse Tänze und musikalische Stilrichtungen wie Salsa Cubana, Merengue, Bachata, Cumbia, Vallenato, Bomba, Cha-Cha-Cha, Son, Timba oder Reggaeton.

 

Der Begriff Salsa wurde Mitte der 70er-Jahre geboren als die Exil-Kubaner sich mit Latino-Künstlern aus Kolumbien, Venezuela, Puerto Rico und der Dominikanischen Republik zusammen getan haben um Musik zu spielen. Heute tanzt man Salsa überall in Lateinamerika und in der Karibik.

Casino oder Salsa Cubana (Kuba)

Diese Tanzart ist aus dem kubanischen Son hervorgegangen. Die Bewegungen sind fliessend, natürlich und harmonisch. Der Casino ist ein typischer Tanz von der Strasse (de la Calle Stil) und sehr dynamisch. Dieser Stil eignet sich besonders um die karibische Musik zu geniessen.

 

Merengue (Dom. Rep.)

Merengue ist ein lateinamerikanischer Paartanz, der einen sehr einfachen Grundschritt hat. Charakteristisch für diesen Tanzstil ist eine markante Hüftbewegung bei jedem Schritt. Dadurch erhält der Tanz eine stark sinnliche Komponente. Unterstützt wird dies durch eine sehr körperbetonte Tanzweise – eine offene Tanzhaltung ist eher die Ausnahme.

 

Bachata (Dom. Rep.)

Bachata hat seine Wurzeln warscheinlich im karibischen Bolero. Der Tanz entstand in den 1960er Jahren und ist einer der erotischsten Tänze überhaupt, da er in der Regel sehr eng und hüftbetont getanzt wird.

Reggaeton (Puerto Rico)

Reggaeton basiert auf einem Mix von Hip-Hop, Reggae und Dancehall mit elektronischer Musik und wurde vor etwa 10 Jahren international populär. Reggaeton kann alleine aber auch gemeinsam getanzt werden. Hierbei kommt viel Isolationsbewegungen von Schultern und Hüften zum Einsatz. Eine Extremform des Tanzes ist der Perreo welcher auf dem spanischen Wort perro (zu deutsch: Hund) basiert und dabei das Paarungsverhalten von Hunden mimt.

Rueda de Casino (Kuba)

Es ist ein Gruppentanz in Kreisform. Wie der Name "Rueda" (Rad) andeutet, tanzen die Paare im Kreis. Einer von der Gruppe sagt jeweils die Figuren an, welche die Herren dann zu führen und die Damen zu folgen versuchen. Die Figuren werden Synchron getanzt und dabei die Partnerinnen dauernd gewechselt. Die Rueda de Casino ist ein Gruppenerlebnis wie kein anderes. Und wird heute in Kuba sehr oft getanzt.

Afrocubano (Kuba)
Das sind Tänze, deren Ursprung in Afrika liegen und von den afrikanischen Sklaven auf Kuba weiterentwickelt wurden. Das wichtigste Merkmal der afrokubanischen Tänze ist, dass sie ein "höheres Ziel" verfolgen. Das kann die Ehrung eines Orishas sein, die Bitte um gute Ernten oder die Brautwerbung. Die afrokubanischen Bewegungen sind die Grundbausteine von Tänzen wie Salsa oder Reggaeton. Hier sind fliessende Bewegungen und Koordination gefordert. Afrocubano wird alleine getanzt.